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Webdesign für kleine Unternehmen & KMU: Professionell auftreten mit kleinem Budget

Lesezeit
10
Minuten
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Autor
Nicolas Mondré
Zuletzt aktualisiert:
19.7.2026
Vorschau-Ansicht. Diese Leiste, der Seitenhintergrund und die Überschrift unten dienen nur der Kontrolle im Browser und werden im Webflow-Template automatisch gesetzt. Für das CMS ausschließlich den Bereich zwischen den Kommentar-Markierungen WEBFLOW-EMBED START und WEBFLOW-EMBED ENDE kopieren.

Webdesign für kleine Unternehmen & KMU: Professionell auftreten mit kleinem Budget

Nur Vorschau. Die H1 setzt Webflow aus dem CMS-Titel, sie ist nicht Teil des Embed-Blocks.

Du hast kein Marketing-Team und kein fünfstelliges Budget, aber Deine Website soll trotzdem so aussehen, als hättest Du beides. Genau das ist machbar, wenn Du das Geld an den richtigen Stellen einsetzt. In diesem Guide zeige ich Dir, was Webdesign für kleine Unternehmen wirklich leisten muss, welche Elemente Pflicht sind, worauf Du bei kleinem Budget getrost verzichten kannst und wie Du Deinen aktuellen Auftritt in 15 Minuten selbst prüfst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ziel vor Optik: Eine KMU-Website ist kein Schaufenster, sondern ein Anfrage-Kanal. Jede Design-Entscheidung wird daran gemessen, ob sie den Besucher näher an den Anruf bringt.
  • Budget-Reihenfolge: Zuerst Fundament (mobil, schnell, Kontakt in einem Klick), dann Vertrauen (echte Fotos, Referenzen), erst zuletzt die Kür.
  • Weniger Seiten, mehr Substanz: Fünf bis acht sehr gute Seiten schlagen zwanzig halbfertige. Das spart Budget und bringt bessere Rankings.
  • Vertrauen kostet kaum Geld: Gesichter, Referenzprojekte, klare Preise oder Ablauf-Erklärungen wirken stärker als jede Animation.
  • Technik ist messbar: Google definiert klare Schwellenwerte für Ladezeit und Stabilität; die kannst Du kostenlos prüfen und musst nicht raten.

Was eine Website für kleine Unternehmen wirklich leisten muss

Eine Website für ein kleines Unternehmen hat genau eine Hauptaufgabe: Sie soll aus einem Besucher, der Dich gerade zum ersten Mal sieht, einen Interessenten machen, der anruft, schreibt oder ein Formular ausfüllt. Alles andere, von der Farbwelt bis zur Bildsprache, ist Mittel zum Zweck. Wer das ernst nimmt, spart automatisch Geld, weil er nicht mehr in Elemente investiert, die niemand braucht.

Der Denkfehler, den ich am häufigsten sehe, ist die Website als digitale Visitenkarte. Eine Visitenkarte gibt man jemandem, der einen schon kennt. Deine Website erreicht aber vor allem Menschen, die Dich noch nicht kennen und in diesem Moment zwischen Dir und zwei Mitbewerbern entscheiden. Diese Person hat keine Geduld für Firmengeschichte, sie sucht drei Antworten: Was machst Du, machst Du das für jemanden wie mich, und wie erreiche ich Dich.

Denk vom Kunden Deines Kunden her. Wer sonntags eine Anwältin für eine Kündigung sucht, wer einen Termin beim Physiotherapeuten braucht oder wer ein Angebot für eine neue Heizung einholt, entscheidet in wenigen Sekunden, ob eine Seite seriös wirkt. Diese Sekunden gewinnst Du nicht mit Budget, sondern mit Klarheit.

„Während meiner mehr als 5-jährigen Erfahrung habe ich dutzende Websites kleiner Betriebe analysiert; das häufigste Problem war fast nie das Budget, sondern die fehlende Antwort auf die Frage, was der Besucher als Nächstes tun soll."

– Nicolas Mondré, DesignTribe

Wenn Du wissen willst, was hinter dem Begriff überhaupt steckt und welche Disziplinen zusammenspielen, findest Du die Grundlagen in unserem Artikel Was ist Webdesign, einfach erklärt für Unternehmen.

Kleines Budget richtig einsetzen: die Prioritäten-Pyramide

Bei begrenztem Budget entscheidet nicht, wie viel Du ausgibst, sondern in welcher Reihenfolge. Das Fundament sind die Dinge, ohne die jede Anfrage verloren geht: mobile Darstellung, kurze Ladezeit und ein Kontaktweg, der in einem Klick erreichbar ist. Darüber liegen die Vertrauenssignale, und ganz oben steht die Kür, die man später nachrüsten kann.

Budget-Prioritäten für eine KMU-Website Von unten nach oben investieren, nicht umgekehrt 1. Fundament mobil, schnell, Kontakt in einem Klick 2. Vertrauen echte Fotos, Referenzen, klare Leistungen 3. Kür Animationen, Video, Shop, Portal kommen später, nicht zuerst designtribe.com

Abb. 1: In welcher Reihenfolge kleine Unternehmen ihr Website-Budget einsetzen sollten (Quelle: DesignTribe)

Der praktische Effekt ist groß: Wer 20 Prozent seines Budgets in eine aufwendige Startseiten-Animation steckt, aber kein Geld mehr für ordentliche Fotos und ein funktionierendes Formular hat, verliert Anfragen. Umgekehrt funktioniert eine schlichte, schnelle Seite mit echten Bildern und klaren Handlungsaufforderungen erstaunlich gut, auch ohne Effekte.

Ein zweiter Hebel ist der Umfang. Viele Betriebe planen zwanzig Unterseiten, weil die Konkurrenz das auch hat, und füllen sie dann mit dünnem Text. Besser sind 5–8 richtig gute Seiten: Startseite, zwei bis vier Leistungsseiten, Referenzen, Über uns, Kontakt. Das kostet weniger, ist schneller live und rankt in der Regel besser, weil jede Seite ein klares Thema hat.

Praxis-Tipp: Schreibe vor dem Design in einem Dokument auf, welche drei Leistungen Dir am meisten Umsatz bringen. Genau diese drei bekommen je eine eigene Unterseite mit eigenem Suchbegriff. Alles andere fasst Du auf einer Sammelseite zusammen und sparst Dir mehrere Seiten Aufwand.

Die Pflicht-Elemente jeder KMU-Website

Es gibt einen kleinen Satz von Elementen, der auf jeder Website eines kleinen Unternehmens vorhanden sein muss, unabhängig von Branche und Budget. Sie beantworten die Fragen, die ein Besucher in den ersten Sekunden hat, und sie machen den Weg zur Anfrage so kurz wie möglich. Fehlt eines davon, merkst Du das direkt an ausbleibenden Kontakten.

Aufbau einer Startseite, die Anfragen bringt Hero sichtbarer Bereich Was Du machst, für wen, in einem Satz plus Telefonnummer und Anfrage-Button Vertrauensleiste Bewertungen, Auszeichnungen, Jahre am Markt direkt unter dem Hero, ohne Scrollen erreichbar Leistungen 3 bis 6 Blöcke, jeder verlinkt auf eine eigene Seite Nutzen benennen, nicht nur den Fachbegriff Beweis echte Projektfotos, Kundenstimmen, Ablauf zeigt, dass es Dich und Deine Arbeit wirklich gibt Abschluss Kontaktblock mit Formular, Telefon und Zeiten niemand soll die Kontaktseite suchen müssen designtribe.com

Abb. 2: Die fünf Blöcke, die auf keiner Startseite eines kleinen Unternehmens fehlen dürfen (Quelle: DesignTribe)

Der Hero: drei Antworten in fünf Sekunden

Der sichtbare Bereich ganz oben entscheidet, ob weitergelesen wird. Er braucht eine Überschrift, die in Klartext sagt, was Du anbietest und für wen, dazu eine Telefonnummer als klickbaren Link und einen Button zur Anfrage. Formulierungen wie „Ihr Partner für individuelle Lösungen" sagen nichts. „Elektroinstallation für Wohnungen und Gewerbe in Oberösterreich" sagt alles.

Leistungsseiten statt Leistungsliste

Eine einzige Seite mit einer Aufzählung aller Leistungen ist bequem, aber schwach. Wer nach einer konkreten Leistung sucht, landet auf einer Seite, die zu 90 Prozent von etwas anderem handelt. Jede wichtige Leistung verdient eine eigene Seite mit eigener Überschrift, eigenem Text und einem eigenen Anfrage-Button. Das ist der Unterschied zwischen gefunden werden und untergehen.

Kontakt ohne Hürden

Der häufigste Anfrage-Killer ist ein Formular mit zwölf Pflichtfeldern. Frag am Anfang nur das ab, was Du für die erste Antwort wirklich brauchst: Name, Kontaktweg, kurze Beschreibung. Alles Weitere klärst Du im Gespräch. Und ergänze immer eine Alternative, denn viele Menschen rufen lieber an, als zu tippen.

Praxis-Tipp: Hinterlege Deine Telefonnummer als echten Link im Format tel:. Auf dem Smartphone startet damit der Anruf mit einem Tippen. Klingt banal, ist aber einer der Punkte, die wir in Projekten am häufigsten korrigieren und die sofort messbar mehr Kontakte bringen.

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In einem kostenlosen Erstgespräch schauen wir uns Deinen aktuellen Auftritt an und sagen Dir ehrlich, welche drei Änderungen bei Dir den größten Unterschied machen. Als Webflow Experts Premium Partner arbeiten wir seit über fünf Jahren mit kleinen Betrieben.

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Professionell wirken, ohne viel auszugeben

Der Eindruck von Professionalität entsteht nicht durch teure Effekte, sondern durch Konsistenz und Beweise. Ein kleines Unternehmen wirkt genau dann seriös, wenn ein Besucher sieht, dass hinter der Website echte Menschen mit echten Projekten stehen. Diese Signale kosten fast nichts, werden aber überraschend oft weggelassen.

Das stärkste davon sind echte Fotos. Ein Bild von Dir und Deinem Team vor dem Firmenwagen, in der Werkstatt oder in der Praxis schlägt jedes Stockfoto. Stockbilder erkennt inzwischen fast jeder, und sie erzeugen genau den Zweifel, den Du vermeiden willst. Wenn das Budget für ein Fotoshooting nicht reicht, mach die Bilder bei gutem Tageslicht selbst und lass sie professionell bearbeiten; das ist ein Bruchteil der Kosten.

Genauso wirkungsvoll sind Referenzen mit Kontext. Nicht nur ein Logo oder ein Sternchen, sondern zwei Sätze zur Ausgangslage und zum Ergebnis. Beim Handwerksbetrieb ist das die Vorher-Nachher-Galerie, bei der Steuerberaterin eine kurze Fallbeschreibung, beim Coach ein Zitat mit vollem Namen. Wie das in der Praxis aussieht, zeigen unsere Branchen-Artikel zu Webdesign im Handwerk und Webdesign für Ärzte.

Der dritte Punkt ist Transparenz beim Ablauf. Viele Interessenten zögern, weil sie nicht wissen, was nach der Anfrage passiert. Drei Schritte auf der Kontaktseite („Du schilderst Dein Anliegen, wir melden uns innerhalb von 24 Stunden, dann besprechen wir Details") nehmen genau diese Hürde weg. Wer bei Preisen nicht ins Detail gehen kann oder will, erklärt zumindest die Faktoren, die den Preis bestimmen.

Und schließlich: Konsistenz. Ein Logo, zwei Schriftgrößen-Ebenen, eine Akzentfarbe, durchgehend gleiche Buttons. Wer sich an wenige Regeln hält, wirkt automatisch aufgeräumter als jemand, der auf jeder Seite etwas Neues probiert. Wenn Du sehen willst, wie das in unterschiedlichen Branchen umgesetzt aussieht, findest Du Beispiele auf unserer Award-Plattform für die besten Websites einer Branche.

Baukasten, WordPress oder Agentur: was sich für KMU wirklich rechnet

Die Frage nach dem richtigen Weg lässt sich nicht pauschal beantworten, aber sie lässt sich systematisch entscheiden. Ausschlaggebend sind drei Dinge: wie wichtig Anfragen über die Website für Deinen Umsatz sind, wie viel Zeit Du selbst investieren willst und wie hoch die laufenden Kosten über drei Jahre ausfallen dürfen. Wer nur den Anschaffungspreis vergleicht, rechnet sich regelmäßig arm.

KriteriumBaukasten selbst gebautAgentur-Website
Zeitaufwand für DichHoch, Du machst Design, Text und Technik selbstGering, meist Feedback und Inhalte zuliefern
IndividualitätTemplate-gebunden, Wiedererkennung begrenztAuf Positionierung und Zielgruppe zugeschnitten
Conversion-OptimierungSelten eingeplant, Struktur folgt dem TemplateVon Anfang an auf Anfragen ausgelegt
SEO-GrundlagenBasis vorhanden, Feinsteuerung eingeschränktStruktur, Ladezeit und Inhalte gezielt aufgebaut
Laufender AufwandAbo plus eigene PflegeBei gehosteten Systemen wie Webflow planbar und wartungsarm
Sinnvoll fürReine Präsenz, Nebenerwerb, TestphaseBetriebe, deren Neukunden online starten

Ein fairer Hinweis: Baukästen sind nicht schlecht. Für einen Nebenerwerb oder eine erste Präsenz sind sie eine vernünftige Lösung, und sie sind besser als gar keine Website. Sie stoßen dort an Grenzen, wo eine Seite gezielt Anfragen erzeugen soll, wo eine klare Positionierung sichtbar werden muss oder wo Ladezeit und Struktur wirklich optimiert gehören.

Bei der Technik lohnt der Blick auf die laufenden Kosten. Bei selbst gehosteten Systemen kommen Hosting, Updates, Plugin-Lizenzen und Sicherheits-Wartung zusammen; das ist beherrschbar, kostet aber jedes Jahr Geld und Aufmerksamkeit. Gehostete Systeme wie Webflow bündeln Hosting, Updates und Sicherheit im Plattform-Modell, wodurch der Wartungsaufwand für kleine Teams sinkt und die Kosten planbarer werden. Wir arbeiten aus genau diesem Grund damit, ohne andere Systeme schlechtzureden.

Entscheidungshilfe: Baukasten oder Profi-Umsetzung? Soll die Website neue Kunden bringen, nicht nur informieren? nein ja Reine Präsenz genügt vorerst Anfragen sind Umsatzquelle Baukasten ist ein guter Start Struktur und Texte vom Profi Gehostetes System hält Pflege gering designtribe.com

Abb. 3: Entscheidungsweg für kleine Unternehmen zwischen Baukasten und professioneller Umsetzung (Quelle: DesignTribe)

Technik-Basics, die Besucher und Google erwarten

Technik ist der Bereich, in dem sich sparen am schnellsten rächt, weil die Folgen unsichtbar sind: Du siehst nicht, wer wegen einer langsamen Seite abgesprungen ist. Google hat dafür klare, öffentlich dokumentierte Messwerte definiert, die sogenannten Core Web Vitals, und die kannst Du kostenlos prüfen, statt Dich auf Bauchgefühl zu verlassen.

Laut web.dev, der Entwickler-Plattform von Google, gelten für eine gute Nutzererfahrung diese Schwellenwerte: der größte sichtbare Inhalt soll innerhalb von 2,5 Sekunden erscheinen (Largest Contentful Paint), die Reaktion auf eine Eingabe soll unter 200 Millisekunden liegen (Interaction to Next Paint), und der Wert für ungewolltes Verspringen von Inhalten soll unter 0,1 bleiben (Cumulative Layout Shift). Gemessen wird jeweils am 75. Perzentil der Seitenaufrufe, also für die klare Mehrheit Deiner Besucher.

Für Dich als Betrieb übersetzt heißt das drei Dinge. Erstens: Bilder gehören komprimiert und in modernen Formaten ausgeliefert, denn unbearbeitete Handyfotos sind die häufigste Bremse. Zweitens: Je weniger externe Skripte eingebunden sind, desto besser; jedes Tracking-Tool und jedes eingebettete Widget kostet Ladezeit. Drittens: Alles wird zuerst am Smartphone geprüft, weil dort die meisten lokalen Suchen stattfinden.

Dazu kommen die Pflichtseiten. Impressum und Datenschutzerklärung sind in Deutschland und Österreich verpflichtend, unterscheiden sich aber in den rechtlichen Grundlagen. Seit Ende Juni 2025 gelten außerdem neue Vorgaben zur digitalen Barrierefreiheit, in Deutschland über das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, in Österreich über das Barrierefreiheitsgesetz. Ob und in welchem Umfang Du betroffen bist, hängt von Deinem Angebot und Deiner Unternehmensgröße ab. Das ist keine Rechtsberatung; lass das im Zweifel von einem Fachanwalt oder Deiner Kammer prüfen.

Praxis-Tipp: Prüfe Deine Startseite und Deine wichtigste Leistungsseite mit Googles PageSpeed Insights, und zwar in der Mobil-Ansicht. Wenn dort das größte Bild als Bremse auftaucht, hast Du mit einer einzigen Bildoptimierung oft mehr erreicht als mit einem kompletten Redesign.

Lokal gefunden werden: die ersten Schritte, die wirklich zählen

Für die meisten kleinen Unternehmen kommt der wertvollste Traffic nicht von einer bundesweiten Kampagne, sondern aus der lokalen Suche. Jemand tippt „Steuerberater in der Nähe" oder „Fliesenleger Graz" und trifft eine Entscheidung innerhalb weniger Minuten. Genau hier kannst Du mit wenig Aufwand viel gewinnen, weil viele Mitbewerber die Basics liegen lassen.

Der erste Schritt ist ein vollständig gepflegtes Google Unternehmensprofil mit korrekten Öffnungszeiten, echten Fotos und den Leistungen, die Du wirklich anbietest. Es kostet nichts, erscheint direkt in der Kartenansicht und ist für lokale Anbieter oft der erste Kontaktpunkt überhaupt. Wie Du es Schritt für Schritt einrichtest und optimierst, beschreiben wir in unserem Artikel Google Unternehmensprofil optimieren.

Der zweite Schritt sind Bewertungen. Frag nach jedem abgeschlossenen Auftrag aktiv danach, am besten per kurzer Nachricht mit direktem Link. Antworte auf jede Bewertung, auch auf kritische, sachlich und freundlich. Für einen Interessenten ist das oft das entscheidende Signal, weil er daran sieht, wie Du mit Kunden umgehst.

Der dritte Schritt ist die Website selbst: Ort und Einzugsgebiet gehören sichtbar in Überschriften und Texte, dazu die vollständige Adresse im Fußbereich, identisch zu allen anderen Verzeichnissen. Weitere Kanäle, mit denen Du zusätzlich Reichweite aufbaust, findest Du in unserem Überblick Traffic generieren: 8 Strategien.

Typische Fehler bei kleinem Budget, und wie Du sie vermeidest

Die teuersten Fehler sind selten die offensichtlichen. Es sind die stillen Entscheidungen, die Anfragen kosten, ohne dass es jemandem auffällt. Aus unseren Projekten mit kleinen Betrieben tauchen immer wieder dieselben fünf auf, und alle fünf lassen sich ohne zusätzliches Budget beheben.

Erstens: die Website als einmaliges Projekt behandeln. Eine Seite, die nach dem Launch drei Jahre unangetastet bleibt, verliert schleichend an Sichtbarkeit. Zwei kleine Aktualisierungen im Jahr, etwa neue Projektfotos oder eine überarbeitete Leistungsseite, reichen schon.

Zweitens: über sich selbst statt über den Kunden schreiben. Texte, die mit „Seit 1998 stehen wir für Qualität" beginnen, beantworten keine Frage, die der Besucher gerade hat. Dreh es um: Welches Problem löst Du für ihn, und was passiert als Nächstes?

Drittens: zu viele Handlungsaufforderungen. Wenn auf einer Seite Newsletter, Download, Rückruf und Formular gleichzeitig konkurrieren, entscheidet sich der Besucher für nichts. Eine primäre Aktion pro Seite, konsequent durchgezogen, wirkt deutlich besser.

Viertens: Mobil als Nachgedanke. Wenn die Seite am Desktop entworfen und erst danach fürs Handy gequetscht wird, landen die wichtigen Elemente am Smartphone weit unten. Der Anfrage-Button gehört auch dort in den sichtbaren Bereich.

Fünftens: kein Messpunkt. Ohne eine einfache Auswertung weißt Du nicht, welche Seite Anfragen bringt. Es reicht schon, Formularabsendungen und Klicks auf die Telefonnummer zu zählen; daraus ergibt sich, wo sich die nächste Investition lohnt.

Deine Unternehmens-Website in 15 Minuten selbst prüfen

  • Die Überschrift im sichtbaren Bereich sagt in Klartext, was Du anbietest und für wen
  • Telefonnummer als klickbarer tel:-Link, am Smartphone ohne Scrollen erreichbar
  • Anfrage-Button im sichtbaren Bereich, farblich klar abgesetzt
  • Jede wichtige Leistung hat eine eigene Unterseite mit eigenem Text
  • Echte Fotos von Dir, Deinem Team oder Deinen Projekten statt Stockbildern
  • Mindestens drei Referenzen oder Kundenstimmen mit Namen und Kontext
  • Kontaktformular mit maximal vier Pflichtfeldern
  • Ablauf nach der Anfrage in zwei bis drei Sätzen erklärt
  • Ladezeit am Smartphone geprüft, größtes Bild komprimiert
  • Ort und Einzugsgebiet stehen in Überschriften und im Fußbereich
  • Google Unternehmensprofil vollständig, Öffnungszeiten aktuell
  • Impressum und Datenschutzerklärung vorhanden und auf dem aktuellen Stand

Unsicher, welcher Punkt bei Dir am meisten bringt?

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Häufige Fragen zum Webdesign für kleine Unternehmen

Was kostet eine Website für ein kleines Unternehmen?

Der Preis hängt vor allem von vier Faktoren ab: Seitenanzahl, Umfang der Texte und Bilder, gewünschte Funktionen wie Terminbuchung oder Shop und der Aufwand für Strategie und Struktur. Eine schlanke Website mit fünf sehr guten Seiten ist deutlich günstiger als ein umfangreicher Auftritt. Am ehrlichsten wird die Zahl nach einem kurzen Gespräch über Deine Ziele.

Reicht ein Baukasten für mein kleines Unternehmen aus?

Für eine reine Präsenz, einen Nebenerwerb oder eine Testphase ist ein Baukasten eine vernünftige Lösung und besser als keine Website. Sobald Deine Neukunden aber überwiegend online starten und die Seite gezielt Anfragen erzeugen soll, stoßen Template-Lösungen bei Struktur, Ladezeit und Positionierung schnell an ihre Grenzen.

Wie viele Seiten braucht eine KMU-Website?

In den meisten Fällen genügen 5–8 Seiten: Startseite, zwei bis vier Leistungsseiten, Referenzen, Über uns und Kontakt. Wichtiger als die Anzahl ist, dass jede Seite ein klares Thema hat und für einen konkreten Suchbegriff geschrieben ist. Wenige starke Seiten bringen mehr Anfragen als viele dünne.

Wie lange dauert es, bis meine Website online ist?

Bei einem überschaubaren Projekt liegt der größte Zeitfaktor selten in der Umsetzung, sondern bei den Inhalten: Texte, Fotos und Freigaben. Wer Bilder und Informationen zu Beginn bereitstellt, verkürzt die Dauer erheblich. Eine realistische Planung besprechen wir immer im Erstgespräch, bevor wir mit dem Design starten.

Brauche ich als kleines Unternehmen einen Blog?

Nicht zwingend. Ein Blog lohnt sich, wenn Deine Kunden vor der Anfrage viel recherchieren, etwa bei Beratungsleistungen oder erklärungsbedürftigen Handwerksthemen. Wenn Du keine Zeit für regelmäßige Beiträge hast, investierst Du besser in stärkere Leistungsseiten und ein gepflegtes Google Unternehmensprofil.

Fazit: Professionell wirkt, wer klar ist, nicht wer teuer ist

Webdesign für kleine Unternehmen ist keine Frage des Budgets, sondern der Reihenfolge. Wenn das Fundament stimmt, wenn die Seite am Smartphone schnell lädt, wenn ein Besucher in fünf Sekunden versteht, was Du machst, und wenn der Kontaktweg einen Klick entfernt ist, dann wirkt auch ein schlanker Auftritt professionell. Alles darüber kannst Du in Ruhe nachrüsten, sobald die ersten Anfragen kommen.

Fang mit der Checkliste oben an und arbeite die Punkte ab, die Dich am wenigsten Zeit kosten. Danach entscheidest Du auf Basis von echten Zahlen, ob sich ein Relaunch lohnt. Wenn Du wissen willst, wie wir dabei vorgehen, findest Du unsere Arbeitsweise auf der Seite Webdesign und unser Leistungsversprechen unter Garantie.

Lass uns über Deine Website sprechen: Stell hier unverbindlich Deine Anfrage, und wir melden uns mit einer ehrlichen Einschätzung, auch wenn die lautet, dass Du erst einmal gar nichts umbauen musst.

Über den Autor

Ich bin Nicolas Mondré, Gründer von DesignTribe in Wien. Mit meinem Team gestalte und entwickle ich Websites, die Kunden gewinnen: Strategie, Webdesign und Webentwicklung auf Webflow, als zertifizierter Webflow Experts Premium Partner. In unserem Blog teile ich, was ich aus über fünf Jahren Projekt-Praxis über Websites gelernt habe, die wirklich Anfragen bringen.